Nov 30 2008
Riester-Rente oder Basis-Rente: Haben Selbstständige die Wahl?
Das über Jahrzehnte bewährte System der gesetzlichen Altersvorsorge wird den Anforderungen einer sich demografisch dramatisch ändernden Gesellschaft in naher Zukunft nicht mehr genügen können: Immer mehr immer älter werdende Beitragsempfänger können dauerhaft nicht von immer weniger beitragspflichtigen jüngeren Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern finanziert werden, ohne massive soziale Spannungen in Kauf zu nehmen.
Dieser absehbaren Entwicklung haben die Bundesregierungen der vergangenen Legislaturperioden versucht, Rechnung zu tragen, in dem sie staatlich unterstützte Modelle zur zusätzlichen privaten Altersvorsorge geschaffen haben. So gibt es inzwischen die so genannte “Riester-Rente” und die “Basis-Rente“, auch genannt “Rürup-Rente”.
Riester-Rente für Arbeitnehmer Basis-Rente für alle Anderen?
Die Riester-Rente ist auf Bedürfnisse und Möglichkeiten von Arbeitnehmern und Angestellten zugeschnitten, während die Basis-Rente die spezielle Situation Selbstständiger und Freiberufler, - andere Besteuerung und vor allem stark schwankende Einkünfte, - zu berücksichtigen versucht.
Welche Form der Altersvorsorge getroffen wird ist egal Hauptsache sie wird getroffen
Prinzipiell ist es einer Person, die auf freiberuflicher oder selbstständiger Basis arbeitet, vollkommen freigestellt, sich über eine Riester-Rente, eine Rürup-Rente oder über eine vollkommen anders gelagerte Form der Altersvorsorge privat abzusichern. In der Tat besteht für Selbstständige überhaupt kein Zwang, sich in irgend einer Form auf den Ruhestand vorzubereiten, was allerdings als wenig sinnvoll erscheint. Künftige Gesetzesänderungen sind ohnedies nicht vorhersehbar. Eine Beratung bei unabhängigen Finanzberatern jedenfalls endet für Selbstständige in der Regel mit der Empfehlung zum Abschluss einer Basis-Rente.