Feb
19
2010
Niemand geringeres als der Bundesverband der Banken (BdB) hat sich zum Thema Altersarmut gemeldet und gleich eine passende Idee mit präsentiert. Wäre es nicht eine gute Idee, wenn auch Selbstständige, die in der überwiegenden Mehrheit nicht zu den Top Verdienern des Landes gehören, auch eine Altersvorsorge abschließen müssten? Dabei wäre es, so der Bundesverband der Banken, sicherlich sinnvoll eine Kapital gedeckte Variante zu wählen und Selbstständige weiterhin außerhalb des gesetzlichen Systems abzusichern. Vor dem Hintergrund der aufkeimenden Diskussion um Altersarmut und die Lage der Betroffenen ist ein solcher Vorschlag sicherlich beachtenswert, dass er aber ausgerechnet von der Gruppe kommt, die einen größeren Eigennutzen von einer solchen Regelung ziehen würde, ist naja, typisch.
Die Kapital gedeckte Altersvorsorge gibt es bereits in Form einer Lebensversicherung oder einer Basis-Rente (Rürup-Rente), alleine am Interesse der Selbstständigen und Freiberufler mangelt es. Dabei sind beide Konzepte durchaus ausgereift und können sogar mit steuerlichen Vorteilen aufwarten, welchen Selbstständigen den Griff zu einer solchen Form der Altersabsicherung erleichtern könnten. Trotzdem wollen viele einfach nicht. Möglicherweise wird auch der Bundesverband der Banken an der Selbstbestimmung der Zielgruppe scheitern, die häufig genug das eigene Geld lieber in die Weiterentwicklung des eigenen Unternehmens steckt, als in eine Altersvorsorge. Manche Menschen sind eben so. Aber vielleicht sind Politiker dieser Legislaturperiode ja empfänglicher für solche Vorschläge. Auch als Bank weiß man ja nie …
Tags: Altersarmut, Basis-Rente, Bundesverband der Banken, kapitalgedeckte Altersvorsorge, Rürup-Rente, Selbstständige
Feb
01
2010
Für die meisten Deutschen Unternehmen dürfte das Jahr 2009 als Streichergebnis gelten, dass es abzuhaken gilt und mit dessen Folgen vor allem exportabhängige Betriebe noch Jahre zu kämpfen haben werden. Trotz aller Schwierigkeiten haben – Kurzarbeit macht es möglich – kaum Unternehmen Personal freigesetzt, was sich auch in der jetzt veröffentlichten Bilanz der Rentenversicherung Bund bemerkt macht. Der eigentlich erwartete Einbruch der Rentenbeitragseinnahmen ist ausgeblieben, anstelle dessen verzeichnet die Rentenversicherung sogar einen kleinen Einnahmenzuwachs von 0,24 Prozent auf 160 Mrd. Euro (!).
Keine Erhöhung des Rentenbeitrags notwendig
Damit sei das Ergebnis des Schätzerkreises übertroffen worden und die Rentenversicherung weiterhin so gut finanziert, dass eine Erhöhung des gesetzlichen Rentenbeitrags nicht notwendig ist. Einen skeptischen Blick werfen die Verantwortlichen allerdings auf das Geschäftsjahr 2010. Die zu erwartenden Entlassungen nach anhaltender Geschäftsflaute wird zu sinkenden Einnahmen führen, die durch das Absenken der Schwankungsrücklage in einem Umfang von rund 4 Mrd. Ausgeglichen werden soll.
Die gesetzliche Rentenversicherung scheint also gut auf die kommenden 11 Monate und vorbereitet zu sein, bleibt zu hoffen, dass Weltwirschaft, Konjunktur und Arbeitgeber gemeinsam dazu beitragen die gar nicht mal so pessimistische Prognose der Rentenversicherung Bund auch zu erfüllen und in 2010 die Trendwende zurück zu Wachstum geschafft wird.
Tags: gesetzliche Rentenversicherung, Rentenversicherung, Rentenversicherungsbeitrag, Schwankungsrücklage