Mai 25 2009
Deutsche bevorzugen Altersvorsorge statt Konsum
Die Wirtschafts- und Finanzkrise hat Spuren in Deutschen Geldbeuteln hinterlassen. Dennoch haben bislang nur wenige Sparer ihre private Altersvorsorge entsprechend reduziert, wie eine jetzt veröffentlichte Studie der YouGovPsychonomics AG ergab. Die im Auftrag der bayerischen Versicherungskammer durchgeführte Studie befragte dazu eine repräsentative Menge von 1.250 Personen zu ihrem persönlichen Altersvorsorge Sparverhalten.
Private Altersvorsorge bleibt (noch) unangetastet
Das Ergebnis zeigt von einem gestiegenen Verantwortungsbewusstsein, während die eigene finanzielle Situation sich verschlechtert, wird am Konsum gespart und nicht an Beiträgen zur privaten Altersvorsorge. Rund 130 Euro gibt jeder der Befragten jeden Monat für die Absicherung des eigenen Lebensabend aus, ein Betrag, der dem Einzelhandel wie auch Reiseveranstaltern in diesem Jahr sicherlich fehlen wird, genau in diesen Branchen wollen die Befragten die größten Einschränkungen der eigenen Ausgaben vornehmen.
Vertrauen in Immobilien, Gold, Sparbuch und private Rentenversicherung
Die eigentliche Frage nach dem Vertrauen in einzelne Vorsorgemaßnahmen gewinnt – wenig überraschend – die private Rentenversicherung, die sich allerdings auch den Klassikern Immobilienbesitz, Gold und Sparbuch geschlagen geben muss. Derzeit weniger angesagt sind Investmentfonds und Aktien, der tiefe Fall der verschiedenen Indices hat hier zu einem sehr deutlichen Vertrauensverlust geführt, was in der Folge einen deutlichen Rückgang der Aktionäre in Deutschland bewirkt hat.
Ob die beiden Extreme Gold und Sparbuch einen guten Ersatz für Fonds und Aktien darstellen, darf allerdings bezweifelt werden. Mit der Altersvorsorge ist es eben wie mit jeder guten Ernährung – Ausgewogenheit ist Trumpf.
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