Mrz 20 2010
„Die gesetzliche Rente ist gnadenlos fair“
Mit diesem Zitat lässt sich Bernd Raffelhüschen, Vorstand der liberalen „Stiftung Marktwirtschaft“, in Focus Online zitieren. Eine bemerkenswert offene Aussage in einer Zeit, in der beinahe jeder das System der gesetzlichen Altersorge kritisiert und eine Untersuchung des Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) veröffentlicht wird, nachdem die zukünftigen Rentner Ostdeutschlands mit einer Rente von knapp oberhalb des Hartz IV Niveaus rechnen dürfen.
Das System, so sieht es Raffelhüschen, ist deshalb fair, weil eben die früheren Einzahlungen die spätere Rentenerwartung abbilden. Wer viel einzahlt, der bekommt eben auch viel zurück. Zumindest dann, wenn man durchschnittliche Rentenhöhen von zwischen 1.000 und .1200 Euro pro Monat als fair empfindet. Das Problem sei, so sieht es Raffelhüschen, dass die Deutschen eben immer älter und immer weniger würden, da wäre es nur die logische Konsequenz, dass das über ein Umlageverfahren finanzierte System eben weniger hohe Ausschüttungen für alle biete.
Wer wenig einzahlt bekommt wenig Rente
Wie niedrig weniger hoch sein kann, zeigen dann die nackten Zahlen, die das DIW berechnet hat. Der in Ostdeutschland beheimatete Jahrgang 1967 bis 1971 kann sich auf Altersrenten in der Höhe von 594 Euro (Männer) und 466 Euro (Frauen) gefasst machen. Was nach heutigem Maßstab nur knapp oberhalb des Hartz IV Niveaus liegt irgendwie nach Demütigung aussieht, ist allerdings, da muss man Raffelhüschen recht geben, das Resultat der letzten 20 Jahre ostdeutscher „nach Wende“ Arbeitslosigkeit. Wer wenig verdient und nicht kontinuierlich in die Rentenkasse eingezahlt hat, oder langfristig gar nicht eingezahlt hat, da er/sie keiner Erwerbstätigkeit nachgeht, bekommt eben weniger Rente als jemand der durchweg in die gesetzliche Rentenversicherung eingezahlt hat.
Das eigentlich frustrierende an dieser DIW Untersuchung erscheint aber aus meiner Sicht, dass das Ergebnis, welches ja auf einer Prognose für „in 20 Jahren“ erstellt wurde, die die aktuellen Trends aufgreift und fortführt, einfach kommentarlos hingenommen werden. Eigentlich könnte man erwarten, dass Politiker wie auch Arbeitgeber- und Arbeitnehmer Verbände die Ärmel hochkrempeln und überlegen wie dieser Prognose zu begegnen ist, damit diese Musterrechnung nicht Realität wird. Bislang ist aber außer dem üblichen Forderung nach Abschaffung der privaten Altersvorsorge (von schräg links) und verpflichtender Arbeit zur Wiedereingliederung der Langzeitarbeitslosen (von schräg rechts) wenig passiert. Scheinbar überdeckt der Wahlkampf in NRW auch solche eher grundsätzlichen Probleme. Schade.
3 Kommentare
Genau das ist es :”Wer wenig einzahlt bekommt wenig Rente”. So funktioniert die deutsche Rente!
Aber umgedreht ist es auch wahr: “Wer viel einzahlt, bekommt eine hohe Rente!”
Deshalb ist es meiner Meinung nach extrem wichtig, nicht nur privat vorzusorgen, sondern auch versuchen sein monatliches Gehalt so hochzuschrauben, das man an die Beitragsbemessungsgrenze kommt.
Wer das geschafft hat, zahlt das Maximum in die staatliche Rente ein und muss sich dann nicht mit 500, 600 oder 700 EUR pro Monat zufrieden geben.
Die aktuellen Werte für 2010:
Gesetzliche Rentenversicherung
In der gesetzlichen Rentenversicherung weist die Beitragsbemessungsgrenze für 2010 folgende Werte auf:
- alte Bundesländer: 5.500 Euro pro Monat = 66.000 Euro pro Jahr
- neue Bundesländer: 4.650 Euro pro Monat = 55.800 Euro pro Jahr
Wer also in den alten Bundesländern in 2010 ein Gehalt von 5.000 EUR brutto erhält, kann sich sicher sein, das Maximum an staatlicher Rente rausgeholt zu haben.
Aber das Gehalt sollte jedes Jahr weiter steigen, denn die Beitragsbemessungsgrenze wird jährlich nach oben angehoben!
Onassis
So ihr Lieben,
hier jetzt meine Meinung.Nix gegen die Ostdeutschen…..aber…..
diese jetzigen Rentner haben bis 1989 nichts in u nsere Rentenkasse eingezahlt.Diese bekommen,einschliesslich der FRAUEN,eine höhere Rente wie es unsere Frauen bekommen würden.
Sorry,aber unverschämter gehts wohl nicht als denn,Bericht von Bild damals:ein Ehepaar aus dem Osten:”Wir sind zu soviel Rente berechtigt,WIR haben schliesslich unser Leben lang gearbeitet.
Unsere Westdeutschen Frauen hatten ja gar keine Möglichkeit zu arbeiten weil Kigas ewrst ab drei waren.Sorry,aber ich könnte kotzen.
Mein Mann geht im Oktober in Rente,meine Fresse,wenn ich das mal so sagen darf,der hat von über 50 Jahre Renteneinzahlung fast gar nix.UND da heulen unsere Ostdeutschen die,zumindest manche von ihnen,den Arsch zum Arbeiten nicht hochkriegen.Tja,is nicht der Goldene Westen,bei uns muß man hart arbeiten fürs Geld.ARBEITEN!!!!!!!!!
PS: wer weniger einzahlt kriegt auch weniger.WIESO zählt das nicht für VIELE Ostdeutsche Bürger.Danke ich bin bedient