GfK findet das Wunschrentenalter

Seit Beginn des Jahres 2012 steigt das Renteneintrittsalter sukzessive von 65 auf dann 67 Jahre – und das ist, da ist man sich überwiegend einig – notwendig um die Renten auch zukünftig zu sichern. Dass man das in der Partei Die Linke anders sieht, sei an der Stelle nicht unerwähnt, inwieweit die dortige Kernwählerschaft überhaupt Vorteile aus einem früheren oder späteren Renteneintrittsalter soll hier nicht beurteilt werden.

Die Gesellschaft für Konsumforschung, gut bekannt durch den hauseigenen Konsumklimaindex hat sich jetzt mit der Frage beschäftigt, wie sehr das steigende Rentenalter die Bürger nervt (es sind bald Wahlen) und bei der Gelegenheit auch gefragt: Mit welchem Alter würden Sie gerne in Rente gehen?

Das Ergebnis kann zum Teil als „so erwartet“ kategorisiert werden, wenn nur knapp 7% der Beschäftigten angeben sich eine Rente – oder besser gesagt das Arbeiten bis zum diesem Eintrittsalter in die Rente – vorstellen zu können. Der überwiegende Teil der Befragten findet das nicht besonders erfreulich und würde gerne schon vor dem 65. Lebensjahr in Rente gehen (87%).

Aber so ganz ohne Arbeit macht es offensichtlich auch keinen Spaß, denn die Frage wann sie denn in Rente gehen würden, wenn Geld keine Rolle spielen würde, waren nur 10% der Befragten der Meinung dies schon vor dem 49. Lebensjahr tun zu wollen. Wir Deutschen, so folgert die GfK daraus, arbeiten als eigentlich ganz gerne und wenn wir es uns aussuchen könnten, würden wir in einem Alter zwischen 55 und 64 Jahren in Rente gehen, dem Wunschrentenalter eben.

Inwieweit die Befragten zwischen gesetzlicher Rente und ggf. privater Altersvorsorge unterschieden und ob die Einkünfte aus Zusatzrenten wie z.B. der Rürup-Rente (Basis-Rente), Riester-Rente oder anderen Vorsorgeguthaben wie z.B. einer Lebensversicherung einbezogen wurden, ist nicht bekannt.