Rentenversicherung mit Milliarden Rücklagen

Rund 30 Mrd. Euro hat die gesetzliche Rentenversicherung im Jahresabschluss 2012 auf der Haben-Seite verbucht. Was klingt als könne man Griechenland mal locker eine schnelle Anschubfinanzierung spenden, ist bei genauer Betrachtung ein Haben knapp über Soll. Die so genannte Nachhaltigkeitsrücklage der gesetzlichen Rentenversicherung würde bei einem Ist-Stand von 29,42 Milliarden Euro für knapp 1,5 Monatsgehälter aller deutschen Rentner ausreichen. Nicht, dass man es denen nicht gönnen würde, aber wer bisher behauptet hat, dass die Rentner Generation eine interessante (da vermögende) Zielgruppe ist, darf sich jetzt bestätigt fühlen.

1.000 Euro Durchschnittsrente pro Monat

Rein rechnerisch beziehen ca. 20 Mio. Rentner rund 25 Mio. Renten (Mehrfachrenten ergeben sich z.B. durch Witwen- und Waisenrenten), was eine Zahlleistung der Rentenkasse in einer Höhe von rund 20 Mrd. Euro pro Monat bedeutet oder ca. 1.000 Euro pro Rentner.

Der zukünftige Eckrenter wird dann dieser Stelle vermutlich kurz innehalten, noch kürzer in sich gehen und dann tief durchatmen, denn wenn er selbst weniger als der Durchschnitt seiner Generation eingezahlt, oder nicht bis zu seinem 67. Lebensjahr gearbeitet hat, dann schrumpfen die potentiellen 1.000 Euro potentiell mögliche, durchschnittliche Rente noch weiter zusammen. Da wirkt die große Zahl der gesetzlichen Rentenversicherung auf einem doch wieder klein, rechnet man sie auf den eigenen Geldbeutel herunter.

Rürup-Rente aktuell: förderfähiger Rentenbeitrag angehoben

Mit Stimmen der CDU/CSU und FDP Koalition hat der Bundestag eine Anhebung des förderfähigen Basis-Rente (Rürup Rente) Beitrags beschlossen. Anstelle des bisherigen Höchstbetrages von 20.000 Euro pro Person und Jahr (Eheleute 40.000 bei gemeinsamer Veranlagung), gilt dann – sofern der Bundesrat der Gesetzesänderung ebenfalls zustimmt, eine jährliche Höchstgrenze von 24.000 Euro (48.000 Euro für Eheleute).

Anders als Riester-Rente- erhalten Basisrente-Kunden keinen staatlichen Zuschuss auf ihre eingezahlten Beiträge, sondern die geleisteten Einzahlungen im Rahmen der Einkommensteuererklärung bis zur neuen Höchstgrenze von 24.000 Euro und für das Jahr 2013 mit einem Anteil von 76% steuerlich geltend machen.

Die Anhebung des Rürup-Rente Höchstbeitrags ist unabhängig von der gewählten Anlageform des Rentenbeitragszahlers gültig (z.B. Rentenversicherung, fondsgebundene Versicherung etc.) und stellt lediglich die steuerliche abzugsfähige Höchstgrenze dar, wer möchte kann deutlich höhere Jahresbeiträge in diese Altersvorsorge investieren, hat aber keine Möglichkeit diese höheren Aufwendungen steuermindernd einzusetzen.

Basis- Rente als Altersversorgung

Die Basis-Rente, die häufig unter dem Namen ihres Erfinders Bert Rürup als Rürup- Rente bezeichnet wird, ist für Selbständige und Freiberufler aus steuerlicher Sicht gesehen eine überaus praktische Form der Vorsorge für das Alter.

Basis-Rente Anleger erhalten anders als dies bei der Riester-Rente der Fall ist, keine staatliche Förderung nach Antragsstellung, sondern profitieren auf indirektem Wege über einen Steuervorteil, der direkt nach Abschluss einer Basis- Rente, bzw. auf Basis der eingezahlten Altersvorsorge Beiträge bemessen wird. Dies kann und wird vermutlich auch mangels anderer Steuersparmodelle in den nächsten Jahren in steigendem Maße für Anleger interessant werden und in einem überschaubaren Rahmen auch erhebliche steuerliche Vorteilen mit sich bringen.

Monatliche Beiträge können mit Einmalbeiträgen kombiniert werden

Versicherungen haben ihren Kunden über Jahrzehnte hinweg antrainiert, dass Beiträge monatlich und regelmäßig zu entrichten sind. Einmalige Einzahlungen spielten in diesem Geschäft vielfach keine Rolle, da diese nicht der Provision des Vertreters zuzurechnen sind und somit im Rahmen der Beratung keinen sonderlich hohen Stellenwert genossen. Dies ist aber vor allem für Selbständige und Freiberufler eine hohe Hürde, da diese Kundengruppen oft nur über unregelmäßige Einkünfte verfügen und entsprechend auf eine flexible Zahlung wert legen. Dieser Vorteil wird jetzt bei der Basis-Rente besonders in den Vordergrund gerückt, so können zusätzlich zu den häufig niedrigen monatlichen Beiträgen jederzeit Einmalzahlungen in beliebiger Höhe vorgenommen werden, die dann bis zu jeweiligen steuerlichen Höchstgrenze auch als steuernmindernde Altersvorsorge Kosten anerkannt werden.

Basis-Rente flexibler Rentenbeginn und Übertragbarkeit auf Kinder

Der Beginn der gesetzlichen Altersrente wurde mittlerweile auf ein Alter von 67 Jahren festgesetzt, was auf die Altersvorsorge vieler Selbständigen keine Auswirkung hat. Sie können in Rente gehen sobald sie dies wollen oder es sich leisten können. Sofern sie von dem steuerlich begünstigten Basis-Renten Modell Gebrauch machen, gelten aber auch hier Regeln. D.h. der früheste mögliche Rentenbeginn ist die Vollendung des 60. Lebensjahres, womit theoretisch sogar die Möglichkeit besteht bereist ab dem 60. Lebensjahr eine Rente zu beziehen und trotzdem weiter zu arbeiten. Davon werden allerdings die wenigsten Gebrauch machen, werden dann nämlich Renteneinkünfte zusammen mit den Erwerbseinkünften entsprechend zusammen und damit höher besteuert.

Nicht gesetzlich geregelt ist die Vererbbarkeit von Basis-Renten, was bislang zu einer geringen Akzeptanz seitens der Kunden geführt hat. Neue Anlagekonzepte wie das der DWS BasisRente Premium ermöglichen aber die Übertragung der eingezahlten Guthaben auf Kinder im Betreuungsalter oder aber Ehepartner, somit ist das angesparte Basis-Renten Guthaben nicht länger verloren, wenn der Versicherungsnehmer verstirbt.

Basis-Rente bietet verbesserte Rentenaussichten

Wichtig für die Entscheidung zu einer Altersvorsorge ist eigentlich immer eine Antwort auf die Frage: Was bekomme ich später für meine Beiträge, wie hoch wird meine Rente sein, welcher Anbieter erzielt die höchste Rendite. Die Antwort ist rein spekulativ, sicher ist nur, die gesetzliche Rente ist in diesem Renten Vergleich nicht die erste Wahl.

Was ist privat an der Privaten Rente?

Gerade in der heutigen Zeit, in der Rentner immer älter werden und die Leute immer länger arbeiten müssen, ist festgestellt worden, dass die gesetzliche Regelaltersrente in den meisten Fällen alleine nicht mehr ausreicht, um den Lebensunterhalt zu sichern. Eine Private Rente soll diese Versorgungslücke abdecken. Diese Privaten Altersvorsorgen laufen nach dem Verfahren der so genannten Kapitaldeckung. Mit den über die lange Laufzeit angesparten Beträgen und den daraus resultierenden Zinsen hat der Anleger einen bestimmten Betrag angespart, um seine zusätzlichen Bedürfnisse abzudecken.

Verschiedene Möglichkeiten der privaten Rente stehen zur Auswahl:

Riester- Rente

Diese Form der zusätzlichen Rente wird staatlich gefördert. Die Beiträge sind zudem noch steuerlich absetzbar. Hier hat der Anleger die freie Wahl zwischen einem „normalen“ Rentensparplan, eine Rentenversicherung oder auch eine Renten-Fonds-Police. Zu Beginn des folgenden Jahres nach der Ansparung wird der Anleger aufgefordert, für die zusätzliche Vergabe von staatlichen Fördermitteln den letzten Jahresbeitrag nachzuweisen. Die so genannte Riester- Rente kann, falls der Anleger dies wünscht, zu Beginn des Rentenalters allerdings in einer Summe ausgezahlt werden.

Basis- oder Rürup-Rente

Diese Renten-Art ist ein privater Rentenvertrag, der steuerlich besonders absetzbar ist und im Grunde auf diese Weise auch eine staatliche Förderung erhält. Bei dieser Basis-Rente wird bis zum Renteneintrittsalter mit 60 Jahren eine bestimmte monatliche Summe eingezahlt. Jährliche Einmalzahlungen sind möglich und werden ebenfalls steuerlich besonders berücksichtigt. Hierbei bekommt der Anleger aber grundsätzlich nur jeden Monat bis zu seinem Ableben einen monatliche vorher festgelegten Betrag ausgezahlt, welcher nur durch besondere zusätzliche Absicherungen bis zur Endsumme vererbt werden können. Stirbt der Anleger jedoch vor Eintritt des Rentenalters, so wird das eingezahlte (teilweise Ausnahme – fondsgebundene Basis-Rente) Geld nicht zurück erstattet.

Betriebliche Altersvorsorge

Durch eine schriftliche besondere Erteilung teilt der Arbeitgeber dem Arbeitnehmer mit, dass er für ihn eine Betriebliche Altersvorsorge getroffen hat. Hierüber gibt es sogar ein eigenes Gesetz, das Rentenförderungsgesetz. Die monatlichen Einzahlungen bis zum Renteneintrittsalter in eine Rentenkasse, spezielle Renten- Fonds oder in eine Direktversicherung werden ebenfalls staatlich gefördert.

Somit wird jede Form der zusätzlichen Rentenabsicherung durch eine staatliche Begünstigung gefördert.