Archiv für das Tag 'Gedankengut'

Nov 17 2009

Böse Riester-Rente hemmte gutes Wachstum

Autor: Pefalu. Abgelegt unter Aktuelles

 

Auch wenn wir uns an dieser Stelle natürlich überwiegend mit der Basis-Rente (Rürup-rente) beschäftigen, so darf natürlich die neueste Erkenntnis zur Riester-Rente dennoch nicht fehlen. Die Riester-Rente, so hat das Institut für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) herausgefunden, ist nämlich Schuld daran, dass die Wirtschaft in den letzten 7 Jahren jedes Jahr um 0,8% weniger gestiegen ist, als möglich.

Hätten die Bürger also nicht bis zu 4 Prozent Ihres zu versteuernden Einkommens in die Riester-Rente zur Absicherung des eigenen Ruhestands investiert und wären stattdessen lieber konsumieren gegangen, hätten wir jetzt zwar auch eine Finanz- und Wirtschaftskrise, wären aber von einem viel höheren Wirtschaftsniveau gekommen, da es ja in den letzten Jahren mehr Wachstum gab.

Private Altersvorsorge abschaffen – weg mit der Riester-Rente?

Folglich, kombinieren die Studien-Ersteller des IMK, ist es logisch und konsequent die private Altersvorsorge (Riester-Rente / Basis-Rente / Rürup-Rente) abzuschaffen und die gesetzliche Rentenversicherung zu stärken, damit diese auf einer breiteren Basis steht. Dann würden nach dem Solidarprinzip von Arbeitgebern und Arbeitnehmer und z. T. dann auch für Arbeitgeber von und für sich Beiträge in die gesetzliche Rentenversicherung gezahlt. Das stärkt die Kaufkraft des Einzelnen und refinanziert – das vergessen die IMK Wissenschaftler an dieser Stelle zu erwähnen – die aktuellen wie auch künftigen Sozialkosten noch stärker aus den Geldbeuteln derjenigen, die über ein geregeltes Einkommen aus Arbeit verfügen. Unabhängig ob als Angestellte, Selbstständige, Freiberufler oder – seien wir hier mal wirklich fortschrittlich: Beamte.

Folglich tragen dann 39,2 Mio. Arbeitnehmer (Stand 2007, StaBu) plus 3 Mio. Selbstständige und Freiberufler, plus diverser Beamte die Kosten für ca. 82 Mio. Deutsche Renten-, Kranken und Sozialversicherte aus einem großen Topf. Jetzt mal im Ernst liebe IMK’ler: Bei aller Nähe zu gewerkschaftlichem Gedankengut muss Euch doch auch aufgefallen sein, dass die Rechnung angesichts des demographischen Wandels, des Missverhältnis von Erwerbstätigen zu Erwerbslosen und steigenden Arbeitskosten bei steigenden Rentenbeiträgen nicht aufgehen kann.

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