Archiv für das Tag 'Immobilie'

Jan 21 2010

Selbstständige ziehen Immobilie der Basis-Rente vor

Autor: Pefalu. Abgelegt unter Aktuelles

Bankenkrise, Finanzkrise, Wirtschaftskrise, Exportkrise, wie sollen Bürger da einen klaren Kopf behalten, wenn es um die eigene Altersvorsorge geht? Erstmal gar nicht. Das zumindest soll eine aktuelle Studie, die von der Postbank bei dem Institut für Demoskopie Allensbach in Auftrag gegeben wurde herausgefunden haben. Demnach planen 10 Prozent der Deutschen Selbstständigen künftig in eine Immobilie zur Vermietung zu investieren um den eigenen Ruhestand finanziell sorgenfrei begehen zu können. Finanzanlagen im Allgemeinen und festverzinsliche Wertpapiere wie Bundesschatz- oder Pfandbriefe im Besonderen haben deutlich an Beliebtheit eingebüßt. Gegenüber dem Vorkrisen-Jahr 2007 wollen Selbstständige nur noch halb so viel in eine private Kapitalvorsorge wie z.B. eine Lebensversicherung oder aber die Basis-Rente (Rürup-Rente) einzahlen.

Das ist aus aktueller Marktsicht ebenso konsequent wie logisch, ist der Zinssatz für Staatsanleihen mit knapp über Null Prozent wahrlich wenig attraktiv und Investments in Lebensversicherungen oder auch eine Basis-Rente nimmt man dann vor, wenn entweder Geld dafür übrig ist, oder aber die subjektiven Aussichten auf steigende Wertpapiernotierungen besonders gut sind. Insofern hinkt der Vergleich mit „vor der Krise“, da es sich hier um eine Übertreibung der positiven Gefühle handelte, die eben auch dazu führte, dass die Börsen-Blase platzte und - vielleicht nochmal aufgrund der hohen Liquidität platzen wird - wir alle jetzt die Rechnung für unseren allgegenwärtigen Wachstumsglauben begleichen dürfen.

Immobilienbesitz ist natürlich eine sinnvolle Geldanlage

Dessen ungachtet, ist das Investment in eine eigene Immobilie oder eine fremdgenutzte (vermietete) eigene Immobilie natürlich immer eine sinnvolle Geldanlage. Demzufolge kann Postbank /  Institut für Demoskopie Allensbach hier natürlich vollumfänglich zugestimmt werden. Ich würde sogar fast wetten, dass es bei der Postbank derzeit eine ganz besonders günstige Baufinanzierung gibt, die sich Selbstständige unbeingt mal anschauen müssen … denken Sie bei Ihrem Immobilienkauf aber immer an das eherne Gesetz des Immobilienwerterhaltes: Was wirklich zählt sind Lage, Lage und Lage.

Ein Kommentar

Dez 11 2009

Immobilie ist Altersvorsorge Nummer 1

Autor: Pefalu. Abgelegt unter Aktuelles

Kapitalbildende Versicherungen, wie Basis-Rente, Riester-Rente oder auch fondsgebundene Lebensversicherung stehen eher selten im Mittelpunkt des Sparer Interesses. Mit weitem Abstand auf Platz 1 ist und bleibt die eigene Immobilie, die durch den Eigentümer selbst bewohnt wird. Eine Umfrage der Gesellschaft für Konsumforschung brachte diese Tatsache mal wieder auf den Punkt.

Das Vorsorgebarometer, welches auf der Umfrage unter 951 Bundesbürgern basiert, weist für die selbst genutzte Immobilie als Mittel des Vermögensaufbaus einen Wert von 48,8 Prozent aus. Die staatlich geförderte Altersvorsorge (Riester-Rente, Rürup- bzw. Basis-Rente) schafft es mit einem Wert von 35,9 Prozent lediglich auf Platz zwei der Beliebtheitsskala und schlägt damit – immerhin – das Sparbuch, welches nur noch 29,8 Prozent der Bundesbürger nutzen um den eigenen Lebensabend damit zu finanzieren.

Trotz des vergleichsweise guten Abschneidens der Riester- und Basis-Rente ist die Beliebtheit der  risikoreicheren aber eben auch rendite stärkeren Anlagen wie Aktien, Aktienfonds, Zertifikaten und Derivaten wenig ausgeprägt. Nur rund 5 Prozent (!) der Deutschen setzen auf diese Anlagen um die finanzielle Basis für das eigene Alter zu schaffen.

Klassische Rentenversicherungen punkten mit Garantie und Sicherheit

Damit haben die Anbieter klassischer Rentenversicherungen immer noch einen entscheidenden Vorteil gegenüber Fondsgesellschaft und fondsgebundenen Rentenversicherungen, setzen sie doch vor allem auf den Faktor garantierte finanzielle Sicherheit im Alter anstelle der Chance auf eine höhere Altersrente durch risikoreichere Anlagen. Der Deutsche Rentner ist also genügsamer als man glauben möchte und ängstlicher als er sein sollte, denn letztendlich investieren die Versicherungsgesellschaften allen Garantien zum Trotz natürlich auch in ebenjene bei Vorsorge-Sparern zu unbeliebten Anlageklassen. Woher sonst sollten sie die Möglichkeit haben in Zeiten niedriger Zinsen eine Einlagenverzinsung von 5 Prozent und mehr zu vergüten?

Keine Kommentare