Aug 06 2009
984 Euro Rentenanspruch im Durchschnitt
Wer es nicht in den Beamtenstatus geschafft hat, hat im Alter ein Einkommensproblem. Das ist platt ausgedrückt, trifft aber durchaus das Ergebnis einer Datenanalyse die unter der Leistung von Bernd Raffelhüschen an der Universität Freiburg durchgeführt wurde. Für diese Untersuchung hatte man unter anderem den Mikrozensus 2005 und 2006, Daten der Deutschen Rentenversicherung aus dem Jahr 2006 und Einkommens- und Verbraucherstichproben (EVS) des Jahres 2003 ausgewertet. Das Ergebnis daraus ist ernüchternd, wer z.B. als Angestellter in der Region Dessau tätig ist, der wird nach Berechnung der Studie zukünftig mit einem Anspruch auf Altersrente in der Höhe von 774 Euro rechnen können.
Ein Darmstädter Rentner lebt zukünftig von 1100 Euro
Auch wenn Dessau das Schlusslicht der Liste darstellt, so ergeht es doch auch den Top Rentenanspruchs-Regionen nicht wirklich besser. Wer in Oberbayern, Stuttgart oder Darmstadt in die Rente eintritt kann sich auf ein monatliches Einkommen von 1100 Euro freuen und - angesichts der hohen Miet- und Lebensunterhaltskosten direkt nach einem Job zur Aufbesserung der Rente umschauen.
Gut abgesichert sind dagegen Beamte, die sich mit einem Altersruhegeld von 2113 Euro (Dessau) bis 2775 Euro (Region Trier) von einem arbeitsreichen Leben in die Pension hinüber retten können ohne größere Einschnitte befürchten zu müssen.
Staatlich geförderte Altersrente löst das Problem nicht wirklich
Bevor jetzt panisch zur Riester-Rente oder Basis-Rente gegriffen wird sein an dieser Stelle angemerkt, dass es sich hierbei um eine von Union Investment in Auftrag gegebene Studie handelt, die natürlich auch dem Ziel dient den Absatz der eigenen Altersvorsorge Produkte zu unterstützten. Allerdings – und das darf an dieser Stelle nicht übersehen werden – auch mit einer UniProfiRente oder anderen Riester-Rente Angeboten und einem zusätzlichen staatlich geförderten Rentenbeitrag von 4 Prozent des Bruttoeinkommens werden es viele Deutsche Arbeitnehmer nicht schaffen eine auskömmliche Altersrente anzusparen.
Die Rente mit 69 könnte also für diese Generation fast schon ein Segen sein, kann sie bis dahin wenigstens von dem Arbeitseinkommen den Lebensunterhalt bestreiten.