Rentenerhöhung 2013 tritt in Kraft

Ab morgen erhalten die Rentner im Osten und Westen des Landes eine Rentenerhöhung um 0,25 Prozent (West) und 3,29 Prozent im Osten des Landes. Für den Eckrentener (ca. 1200 Euro monatliche Altersrente) bedeutet das ein Mehreinkommen von rund 40 Euro im Osten und 3 Euro im Westen der Republik.

Der Unterschied resultiert aus der unterschiedlichen Lohnentwicklung sowie den nach wie vor verschiedenen Bemessungshöhen der Altersrente, so erreichen die Ostrentner trotz der deutlichen Einkommensanhebung lediglich 91,5 Prozent des Westniveaus,

Bundesrat bestätigt Rentenerhöhung

Mit der Zustimmung des Bundesrat kann die Erhöhung der gesetzlichen Altersrente kann wie geplant zum 1. Juli 2009 durchgeführt werden. Mit der Anhebung der Altersbezüge bezieht der so genannte Eckrentner (45 Jahre sozialversicherungspflichtig beschäftigt) künftig eine Rente in der Höhe von 1229 Euro (West) und 1086 Euro (Ost), was einer Rentenerhöhung von 2,41 Prozent im Westen und 3,38 Prozent im Osten des Landes entspricht. Damit vollziehen die Renten die Lohnerhöhungen des letzten Jahres nach und werden zusätzlich durch die einmalige Aussetzung des Rentenfaktors gestärkt. Im Zuge der Erhöhung wird auch der Regelsatz des Arbeitslosengeld II (Harz IV) um 8 Euro auf dann 359 Euro angehoben.

Abseits der Statistik ergeben sich allerdings deutlich abweichende Werte für die ab Juli geltenden Rentenbezüge der Ruheständler in West und Ost. Betrugen die durchschnittlichen monatlichen Rentenbezüge des Jahres 2007 für Männer 967 Euro und für Frauen 468 Euro im Westen und 1043 Euro (Männer) bzw. 669 Euro (Frauen) im Osten.

Angesichts eines solch geringen monatlichen Einkommens stellt sich die Frage nach einer privaten Rentenzusatzversicherung in Form der staatlich geförderten Riester-Rente oder auch einer Basis-Rente (Rürup-Rente) wahrscheinlich niemand mehr. Kein Wunder.

Rentenerhöhung bei Basis-Rente

Die Basis-Rente oder auch Rürup-Rente unterscheidet sich von der gesetzlichen Rente und der Riester- Rente in dem wichtigsten aller Punkte, der Rentenerhöhung, dadurch, dass es keine vorgeschriebene Erhöhung gibt.

Durch die gegebene und vom Staat zusätzlich steuerbegünstigte Möglichkeit, eine jährliche Einmalzahlung in beliebiger Höhe in die laufenden monatlichen Einzahlungen zu leisten, kann der Anleger seine künftige Rentenhöhe selbst bestimmen. Sogar bei Rentenbeginn ab dem 60. Lebensjahr kann er immer noch einen jährlichen Beitrag zur Aufstockung seiner Rente leisten.

Seit Ende 2006 kann der Sparer der Basis-Rente sogar die gesamten Einzahlungen steuerlich voll absetzen. Da seit Beginn 2007 sogar auch die Möglichkeit gegeben wurde, dass auch Investmentgesellschaften die Basis-Rente als fondsgebundene Rentenversicherung anbieten dürfen, kann die mögliche Rendite sogar im zweistelligen Prozentbereich liegen, während im Normalfall zwischen vier und sieben Prozent Rendite zur Ausschüttung gelangen. Ob der Anleger der Basis-Rente noch weitere Vorsorgemöglichkeiten in Anspruch nimmt, ist von der steuerlichen Seite unerheblich geworden, da für die Basis-Rente feste steuerliche Vorteile gegeben sind.

Solange Kindergeldanspruch besteht bietet die Basis-Rente Hinterbliebenenschutz

Zu beachten ist allerdings noch, dass bei einem zusätzlich eingebauten Hinterbliebenenschutz die Rente für die Kinder nur so lange gezahlt wird, wie sie Kindergeldanspruch besitzen, also höchstens bis zum Ende ihrer Ausbildung. Auch können nur maximal 49 % der steuerlichen Fördermittel in diesen zusätzlichen Hinterbliebenenschutz eingearbeitet werden.

Wer sich heute bereits in jungen Jahren erheblich höhere Steuervorteile sichern möchte als bei der Riesterrente, ist durch die lange Laufzeit in einer wesentlich besseren Lage mit der Basis- Rente, da die Rentenhöhe durch eben die Sonderzahlungen flexibel erhöht werden können.

Der absolute Nachteil der Rürup-Rente oder auch der Basis-Rente liegt in der Besteuerung im Alter, da diese Rente genau so besteuert wird wie die Riester- Rente.