Apr 17 2009
Was meint Rentenangleichung?
Die Berechnung der Rente konnte auch 20 Jahre nach dem Fall der innerdeutschen Mauer noch nicht einheitlich gestaltet werden. Nach wie vor werden ostdeutsche Rentner aufgrund der unterschiedlichen Rentenberechnung benachteiligt und erhalten deutlich niedrigere monatliche Renten-Beträge als ihre westdeutschen Altersgenossen.
Aktuell liegt der Rentenwert in Ostdeutschland etwa zwölf Prozent unter dem Wert der alten Bundesländer. Gleichzeitig ist sichergestellt, dass Arbeitnehmer der neuen Bundesländer, sofern ihr Verdienst 4.500 Euro nicht übersteigt, eine Aufwertung ihrer Rentenbeiträge von 18% erhalten. Der Grund für diese Aufwertung ist das lt. Statistiken um etwa 18% höhere Einkommen im Westen der Republik.
Rentenangleichung - Deutsche Einheit auch für Renten-Ansprüche
Um in Deutschland endlich einheitliche Regelungen zu schaffen, muss eine Rentenangleichung erfolgen. Dies würde dazu führen, dass sowohl für Alt- als auch für Neurentner in ganz Deutschland ein einheitlicher Rentensatz gelten würde. Dies würde letztendlich auch dazu führen, dass die für die Rentenberechnung maßgeblichen Entgeltpunkte nun einheitlich ermittelt werden könnten.
Bis heute konnte sich die Politik noch nicht auf einheitliche Rentensätze und somit auf die Rentenangleichung zwischen Ost und West einigen, denn es wird befürchtet, dass viele Rentner hierdurch geringere Einkommen hinnehmen müssten. Allerdings hat die Bundesregierung jetzt einen Zeitplan bis etwa 2020 vorgelegt, bis zu dem die Rentenanpassung erfolgen soll. Ab diesem Zeitpunkt würde dann auch die Höherbewertung der ostdeutschen Einkommen entfallen.